Startkapital für die Pokerkarriere

In den letzten Jahren ist durch das Fernsehen und andere Medien das Interesse an Poker permanent gewachsen. Vor allem Texas Hold`em ist aktuell die wohl mit beliebteste Pokervariante. Diese Pokervariante verkörpert Glück und Talent in einem und macht enormen Spaß. Durch das steigende Interesse gibt es natürlich auch immer mehr Leute die sich in der Pokerwelt einen Namen machen möchten. Durch das Internet ist es leichter denn je aktiv Poker zu spielen und dabei reales Geld zu setzen, gewinnen und zu verlieren.

Diese Entwicklung haben auch mehrere Betreiber von Internetseiten bemerkt und dementsprechend hat sich eine kleine Art Industrie entwickelt. Dabei wird ein sehr interessantes und für beide Seiten lukratives Geschäft entwickelt. Gerade junge, ambitionierte Menschen kennen das Problem der permanenten Knappheit des Budgets. Aus diesem Grund haben sich gewisse Interseiten darauf spezialisiert JEDEM einmalig einen gewissen Betrag als Startkapital für seine Pokerkarriere zu schenken. Es gibt dabei kein Haken, keine Abofalle oder sonst etwas.

Das System funktioniert folgendermaßen. Hat man solch eine Seite gefunden registriert man sich dort mit seinen persönlichen Daten, inklusive Adresse und Telefonnummer. Es ist wichtig, dass man seine richtigen Daten angibt da man sonst kein Startkapital bekommt. Hat man sich erst einmal registriert muss man meistens ein kleines Pokerquiz bestehen. Die Antworten zu diesem Quiz stehen auf der Seite selbst. Hat man es erfolgreich beendet werden einem das Startkapital auf eine Pokerseite die mit dieser Seite kooperiert gutgeschrieben.

Und nun die Funktionsweise: Vermehrt der Spieler sein Vermögen auf der Pokerseite bekommt die Seite, welchen ihm das Startkapital geschenkt hat, einen gewissen Anteil seines Gewinnes. Diese zahlt jedoch nicht der Spieler, sondern der Pokeranbieter. Somit kann der Spieler selbst nur gewinnen und im schlimmsten Fall sein ganzes geschenktes Startkapital verlieren.

Sind Browsergames die Zukunft?

In den letzten Jahren sind immer mehr Browsergames populär geworden. Es gibt die Möglichkeit seine eigene Farm, seinen Zoo, seine eigene Stadt oder andere Dinge zu bauen. All diese Browsergames sind kostenlos. Die einzigen kosten entstehen wenn man für reales Geld virtuelle Gegenstände kauft, die einem einen Vorteil im Spiel verschaffen. Dieses Konzept hat eine Menge Fans. Das Grundkonzept scheint sehr solide zu sein, doch die Grafik leidet im Vergleich zu anderen aktuellen Spielen für die man direkt Geld bezahlen muss.
Die Frage ist ob es sich dabei um eine zwischenzeitliche Randerscheinung handelt oder ob die Einführung dieser Browsergames zu einem Shift in der Spieleindustrie führt. Bisher war es traditionell so, dass Spielestudios ein Spiel entwickelt haben und es verkauft haben. Mitte der neunziger fing es an, dass es Spiele gab bei denen ein monatlicher Beitrag gezahlt wurde um das Spiel online spielen zu können. Dieses Zahlsystem hat sich vor allem bei online Rollenspielen etabliert.
Heut zu Tage zahlt der Konsument für ein klassisches Spiel die Anschaffungsgebühr + eine monatliche Grundgebühr für das Spielen. Die Entwickler profitieren so permanent und haben einen relativ konstanten Einkommensfluss um Vergleich zu den Zeiten vor den Onlinespielen. Eine Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung wäre meiner Meinung nach relativ unwahrscheinlich. Die Spielestudios geben teilweise Millionen für die Entwicklung aus und dann sollen sie es kostenlos veröffentlichen um von den potentiellen Zusatzgegenständen zu profitieren? Ich denke das die Browsergames eine andere Branche sind, aber keine Konkurrenz zur etablierten klassischen Spieleindustrie. Dafür sind die Umsätze dieser Unternehmen viel zu enorm.

Der Reiz der Onlinespiele

In den neunziger Jahren fing alles an. Das Internet gewann in Deutschland immer mehr an Popularität und die ersten Onlinespiele kamen in den Handel. Mein erstes Onlinerollenspiel war damals Ultima Online. Bei Ultima Online ging es darum sich einen Charakter zu kreieren und anschließend die Welt zu erkunden. Die Welt war für damalige Verhältnisse unendlich groß. Das Augenmerk bei Ultima Online lag auf den Spielern. Die Spieler hatten die Möglichkeit die Welt größtenteils zu gestalten. Es war möglich ein Haus zu bauen in dem man seine Schätze gebunkert hat. Es war möglich, dass man kurz vor seinem Haus von einem anderen Mitspieler getötet wurde und die Schätze gestohlen wurden.
Dies hat natürlich zu einer Menge Frust geführt aber es war das erste online Rollenspiel in dem die Spieler das meiste mitbestimmt hatten. In welchem anderen Spiel konnte man sonst 1995 200 Spieler auf einem Fleck sehen, wie sie gegeneinander kämpften um sich die Beute aus den Händen zu reißen. Es gibt heute, im Jahre 2012 noch immer Ultima Online. Die Grafik ist längst überholt, das Spielprinzip hat sich nie geändert und es sind nicht annähernd mehr so viele Spiele wie zu Beginn, doch es wird noch immer gespielt. Vor allem im asiatischen Raum hat das Spiel noch eine Menge treue Fans die teilweise mit sehr viel Leidenschaft und Emotionen das Spiel spielen und mit gestalten. Dieses Spiel war der Vorreiter für alle folgenden Online Rollenspiele und viele Spiele haben von Ultima Online geklaut, doch es ist und bleibt der Ursprung des Onlinerollenspiels.